Eine Charakterstudie

Gestern. Szenario: Großes Kind spielt DS. Ich sauge Staub, weshalb Cerah draußen auf der Terrasse ist; mit geschlossener Tür. Hausstaubmilbenallergie und staubsaugen ist keine so gute Kombination. Miss Gigi spielt im Kinderzimmer.

Ich sauge so vor mich und bekomme von meiner Umwelt nicht wirklich viel mit. Wir haben einen Dyson, der sehr gut ist, nur leider wahnsinnig laut. Auf einmal höre ich ein ohrenbetäubendes Kreischen, Schreien und Heulen, was eindeutig von Miss Gigi stammt. Shit!, denke ich. Sehe mich schon mit blutendem Kind ins Krankenhaus fahren und stürze panikartig ins Kinderzimmer. Und zu was? Miss Gigi steht vor der Schmutzwäschetonne ihres großen Bruders und veranstaltet ein Zirkus, der nahe legt, dass die Welt gerade im Untergang begriffen ist. Ihr Problem: Sie hat bereits sämtliche Schmutzwäsche, die sie erreichen konnte, überall im Zimmer verteilt und nun kommt sie an den Rest der Sachen, die sich am Boden der Tonne befinden nicht mehr dran und kreischt ihn an. Wutentbrannt und in einer Lautstärke, die einem das Trommelfell platzen lässt. Wunderbarst!

Eines ist auf jeden Fall mal sicher, wir werden nie Angst haben müssen, dass sie zu kurz kommt, denn dieses Kind fordert seine Rechte ein. Zu den stillen Duckmäusern gehört sie jetzt schon nicht und mit dem Dickschädel kann man ohne Probleme Steine zertrümmern. Auch wenn sie irgendwann mal ein Mittelkind sein sollte – die gehen ja bekanntlich gerne mal unter – bin ich mir ziemlich sicher, dass sie uns nicht vergessen lassen wird, dass sie da ist!

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