Vier-Länder-Tour 2012

Eigentlich wollten wir nur in die Niederlande… Und weil wir grad schon da waren, haben wir spontan beschlossen, dass wir gerne auch noch den höchsten Punkt der Niederlande (sage und schreibe 322,5 Meter hoch) und den Drei-Länder-Punkt (Deutschland, Niederlande, Belgien) besuchen würden. Praktischerweise liegt das alles keine 50 Meter voneinander entfernt. Und da wir frühmorgens bereits da waren, waren wir auch noch mutterseelenalleine.

Links Deutschland, hinten Belgien und vorne die Niederlande. Irgendwie hatte ich mir das etwas spektakulärer vorgestellt. Beinahe hätten wir es verpasst, das Dreiländereck. Aber jetzt haben wir es wenigstens mal gesehen und können sagen, dass wir in Belgien waren. Wir waren auch beinahe in Lüttich, sind aber an einem Stau in Richtung Stadt gescheitert. Scheinbar wollten da alle hin und keiner kam mehr rein. Zusätzlich war da gestern wohl Tour de France Zeitfahren oder etwas derartiges und wir hatten einfach schlechte Karten.

Maastricht hatten wir bereits am Tag vorher einen Besuch abgestattet, da wir dieses Mal schlauer sein wollten und einen Tag vor dem Treffen angereist sind. Miss Gigi überraschte uns damit, dass sie den Kinderwagen links liegen ließ und lieber selbst laufen wollte. Das kannten wir von ihr bisher auch noch nicht. Aber wenn der große Bruder auch so toll überall rumklettert, da muss das die junge Dame natürlich auch machen. Uns war’s recht. Nach über fünf Stunden im Auto tut so ein bisschen Auslauf richtig gut. Die Kinder waren auf der Fahrt übrigens wesentlich besser als wir das erwartet hatten. Wir hatten da nämlich so unsere Bedenken. Vor allem Miss Gigi ist kein Freund von langen Autofahrten, aber beiden waren fast schon vorbildlich und das hilft natürlich auch der Gemütsverfassung der Mamas.

Da sämtliche Hotels in der Stadt bereits seit langem ausgebucht waren, hat es uns dieses Mal in ein sehr putziges kleines Hotelchen ausserhalb verschlagen. Direkt gegenüber grasten Kühe und alles war sehr ländlich und ruhig. Sehr, sehr nette Leute da, sehr sauber und wirklich zu empfehlen. Doof nur, dass sowohl Cerah als auch ich sehr paranoid sind. Wir hatten zwei Zimmer gebucht – eines für uns und eines für die Kinder. Miss Gigi ging zuerst schlafen und etwas später dann Mister Squishy. Wir hatten das Babyphone dabei und eigentlich geplant, die Zimmerarrangements so zu lassen. Wir würden ja hören, wenn etwas sein sollte. Und dann fängt Cerah an: Gut, dass wir das Babyphone haben, das ist so empfindlich, dass wir sofort hören würden, wenn jemand über das Dach ins Fenster einsteigt und die Kinder klaut. Schweigen. Und genau dann fängt das Babyphone an, merkwürdig zu brummen und zu fauchen. Gerade so als ob da jemand durchs Fenster steigt und unsere Kinder entführt. Ganz, ganz toll. So kann natürlich kein Mensch schlafen und im Endeffekt schlief ich mit Miss Gigi im Zimmer und Cerah nahm Mister Squishy zu sich ins Doppelbett. Manchmal wäre es echt nett, wenn wir nicht ganz so paranoid wären und unsere überschäumende Fantasie etwas im Zügel halten könnten.

Das vierte Land kam übrigens ins Spiel als Jane, unser Navi, uns auf dem Rückweg über Belgien, Deutschland, durch Frankreich und letztendlich wieder nach Deutschland führte. Und alles durch die Pampe und nicht wie normalerweise über die Autobahn. Der guten war es wohl etwas zu heiß geworden, denn obwohl es von der km-Anzahl her keinen großen Unterschied macht, wären wir lieber Autobahn gefahren. Wenigstens kann ich da aufs Gas treten und muss nicht durch irgendwelche idyllischen Ortschaften schleichen. Sowas kann ich nämlich gar nicht ab. Aber irgendwann sind wir dann doch wieder zuhause angekommen und wir waren noch selten so froh, aus dem Auto raus zu kommen. Heute sind wir dementsprechend alle todmüde und hängen in den Seilen. Zum Glück ist erst morgen Montag und bis dahin sollten wir dann auch fähig sein unsere Augen ohne Streichhölzer offen zu halten.

Damit haben wir unsere Europa-Abschieds-Tour nun auch hinter uns. Bleibt nur noch München und dann können wir Kanada touren…

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2 Gedanken zu “Vier-Länder-Tour 2012

  1. Hach, ich beneide euch. Glück mit dem Spender (wie eure regelmäßige Trips nach Holland zeigen) und jetzt auch noch auswandern. Und das auch noch nach Nordamerika…. Dein Blog ist super. Deine Posts zu lesen macht echt Spaß. Wir freuen uns immer über Neuigkeiten von euch. Alles Gute weiterhin! 🙂

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