Humptata

Es gibt Dinge von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie jemals am eigenen Leib erfahre. Humptata im Hofbräuhaus gehört da definitiv dazu. Ich hab mich irgendwie so ein bisschen fremdgeschämt. Es war witzig, ich musste so lachen, aber ohne richtig echte nicht-deutsche Touristen im Schlepptau wäre ich da niemals nicht hingegangen. Ich finde bayerische Gemütlichkeit auch sehr interessant anzusehen, um ehrlich zu sein war mir nicht klar, dass es das in echt noch so da draußen gibt, bis ich das vor etwas über 10 Jahren zum ersten Mal live im tiefsten Oberbayern erlebt habe. Da gibt es nämlich wirklich Menschen, für die Lederhosen für die Disco angesage Ausgehuniform sind. Aber das Hofbräuhaus… Wow. Lasst es mich so sagen: Als ich zahlen wollte, wurde mir mitgeteilt, dass man EC-Karten nicht nimmt. Zahlung nur in bar oder mit Kreditkarte. Und das ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert. Ich fand’s auf jeden Fall witzig und da das ein Herzenswunsch des kanadischen Besuches war, habe ich mir das auch einmal angetan. Mir wurde im Austausch dafür angeboten mich zu den kanadischen Touri-Events mitzunehmen: Canada Day beim Parlament in Ottawa.

Blöderweise haben wir uns für unseren München-Kurztrip oder eher Stundentrip den bisher heißesten Tag des Jahres ausgesucht. Es ist immer wieder schön in der brütenden Hitze durch Innenstädte zu laufen. Schön war’s trotzdem. Und es ist immer wieder erstaunlich, dass man sich fast ein Jahr lang nicht sehen kann und wenn man sich dann wieder trifft, es sich anfühlt, als hätte man sich erst gestern gesehen.

Neuschwanstein hatte ich schon vor Jahren mit Cerah besucht. Ein hübsches Schlösschen, wobei ich das Schloss selber jetzt nicht so wahnsinnig außergewöhnlich finde, aber die Landschaft ist atemberaubend. So richtig, richtig schön. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dort auch mal für länger Urlaub zu machen. Cerah würde gerne mal für ein paar Monate mit einer Herde Kühe auf der Alm leben. Fernab von jeder Zivilisation und einfach mal entschleunigen. Finde ich auch sehr schön. Allerdings habe ich schon vor einiger Zeit beschlossen, dass ich mich zu meinem 40. Geburtstag auf den Jakobsweg zum Pilgern begebe. Das wird mein persönliches Entschleunigen sein.

Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß, haben uns totgelacht und hatten trotz Stress und Lebensumbruch und allem eine wirklich gute Zeit. Und das ist auch was Wert.

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5 Gedanken zu “Humptata

  1. Hört sich doch trotz Hofbräuhaus super an. Mein Schwager und seine Frau wohnen um die Ecke von Neuschwanstein, wir werden da auf jeden Fall häufiger hinfahren, zumal da jetzt eine kleine Nichte unterwegs ist. Die Landschaft ist wirklich superschön. Wenn es nicht so ab vom Schuß wäre, fände ich das Allgäu super zum Wohnen. Aber ich vermiss die Großsstadt ja schon an unserem neuen Wohnort und bis Düsseldorf, Essen, Duisburg und Wuppertal sind es nur jeweils knapp 30 Minuten…

  2. Ok. Das Hofbräuhaus ist doch mehr für Touristen gedacht. Geht das nächste mal doch auf eine echt bayrische Kirchweih. Ich war erst einmal im HB und fands schon urig. Aber diese Kirchweih in einem kleinen Dorf war der Hammer. Dieses „Ein Prosit,.. auf die Gemütlichkeit“ wird alle viertelstunde angespielt (soll wahrscheinlich den Bierumsatz in die Höhe treiben), Und das Beste dann: „Zicke Zacke Zicke Zacke hoi hoi hoi“. Ich schmeiss mich weg… Liebe Grüsse von Tina

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