Wünsch dir was

oder auch: Blogparade August 2012

Hatte ich beim ersten Kind einen Geschlechtswunsch? Ja, hatte ich. Ich wollte einen Jungen. Unbedingt. Ganz unbedingt. Denn ich hatte schon einen Namen. Einen Jungennamen natürlich und ich wollte einen Jungen, weil Jungs so viel unkomplizierter und mehr easy going als Mädchen sind. Ich habe mir einen putzigen, relaxten kleinen Bub gewünscht, den ich zu meinem großen Glück auch bekommen habe. Zwar hatte er am Anfang Koliken, das aber immer nur Abends und die restliche Zeit war er genau das, was ich mir gewünscht hatte und das ist er noch heute. Total entspannt und ein absolutes Herzchen.

Oder einfach nur gesund? Natürlich hätte ich auch ein Mädchen mit Handkuss genommen, wenn ich eines bekommen hätte. Das mit dem Gesundsein ist wieder eine andere Sache. Bei meiner ersten Schwangerschaft war ich 26 – also für heutige Verhältnisse relativ jung. Sämtliche Test werden normalerweise erst ab über 30 empfohlen, wenn man nicht sowieso einer Risikogruppe angehört. Wir hatten allerdings von Anfang an gesagt, dass wir keinerlei Tests machen lassen und wenn wir ein behindertes oder krankes Kind bekommen, dann ist das eben so. Wir wollten dieses Kind unbedingt haben, haben alles dafür getan, dass wir uns diesen Wunsch erfüllen konnten, da wäre es einfach nicht in Ordnung zu sagen: Nur weil du nicht so bist wie wir das gerne hätten, lassen wir dich abtreiben. Das stand einfach nicht zur Diskussion. Bei zwei Frauen ist es nun mal etwas komplizierter ein Kind zu bekommen und „Ups, ich bin schwanger“ kommt einfach nicht vor. Natürlich ist mit einem kranken Kind alles anders und wir hatten wirklich Glück, dass wir ein kerngesundes kleines Menschlein bekamen.

Und beim zweiten? Ich muss zugeben, auch beim zweiten Mal wäre mir ein Junge nicht ungelegen gekommen, war doch der erste so gut geglückt. Irgendwie war aber klar, dass es nicht so sein würde. Beim ersten Kind bin ich gar nicht erst auf den Gedanken gekommen, dass es kein Junge sein könnte, beim zweiten konnte ich beim besten Willen nicht sagen, was es werden würde. Das einzige was ich von Anfang an wußte, war dass diese Schwangerschaft wesentlich anstrengender werden würde als die erste. Und ich sollte Recht behalten. Das kleine Mädchen, was aus dieser Schwangerschaft hervorging, ist dementsprechend auch wesentlich anstrengender als das Resultat der ersten Schwangerschaft – wird aber genauso geliebt. Auch in dieser Schwangerschaft haben wir auf sämtliche Tests verzichtet, auch wenn ich da bereits 30 war. Aber auch hier galt für uns, wir wollten es, wir werden nehmen was kommt, ohne wenn und aber.

Sponsor: Dieses Mal gibt es nichts zu gewinnen, dafür wir vom Sponsor der August-Aufgabe Sparlingo.de für jeden Teilnehmer 2 Euro an das Kinderhospiz Löwenherz in Syke gespendet. Ich finde das eine wundervolle Idee, denn nicht alle haben das Glück gesund zu sein. Da ist es gut, dass es solche Orte der Zuflucht und Unterstützung gibt, so schrecklich es auch ist, dass es für diese Kinder und Jugendliche keine Chance auf Heilung gibt.

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9 Gedanken zu “Wünsch dir was

  1. Oh ich dachte auch, das ich mit einem Jungen weniger Theater habe, aber an unserem is eine Diva verloren gegngen. Wehe der ärgert sich mal…^^

    LG Mel

  2. Das gibt Mut, dass mein Sohn so pflegeleicht bleibt 😉
    Wir haben aus demselben Grund auf die PND verzichtet. Im zweifelsfall wird man sein Kind doch so lieben wie man es bekommt. 🙂

  3. Gut geschrieben 😉

    Wir haben damals auch auf alle Tests verzichtet, da es uns auch egal gewesen wäre wenn was wäre. Wir hatten natürlich auch die Diskussion, was ist, wenn es zB Trisumie hat, aber selbst das wäre uns egal gewesen, das sind auch so liebevolle Kinder.
    Wir haben nur ein Organscreen machen müssen, weil ich vorher starke Tabletten genommen habe und eine Schwangerschaft gar nicht geplant war. Um sicher zu gehen, dass kein Herzfehler ect dabei ist mussten wir da durch, das hätte aber trotzdem nichts geänert nur, dass man sich darauf hätte vorbereiten können.
    Gekommen ist aber ein gesundes Mädchen 😉

    Lg Carmen

  4. Hört man oft, dass Mädels schwieriger sind als Jungs, aber ich wollte schon eher ein Mädchen und ich steh dazu – auch wenn wir ein schwieriges Exemplar bekommen haben. Naja, ich sag mir immer, lieber so ne anstrengende Nudel zuerst, dann kanns beim zweiten ja nicht viel schlimmer werden 😉

  5. Pingback: Eltern-Kind-Blogparade – Gewinner im AUGUST › Mama, Papa und drei Kinder

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