Truthahntag

Unser erstes gemeinsames kanadische Thanksgiving

Der war am Sonntag. Am Samstag war bei uns allerdings schon Roastbeef-Tag, auch als Rinderbraten bekannt. Cerahs Schwester und ihre Familie waren hier, um mit uns unser erstes gemeinsames kanadisches Thanksgiving zu feiern. Wir hatten einen 2,5 Kilo Brocken Rindfleisch erstanden – in meinem ganzen Leben habe ich noch nie so einen großen Klumpen Fleisch gesehen, damit auch alle anwesenden 4 Erwachsenen und 5 Kinder satt werden. Auf dem Bild zu sehen sind: Erbsen, Kartoffelbrei, Mais, Butternut Squash bzw. Kürbis, Roastbeef und Brötchen. Gereicht hat das dann locker für alle und die Schwägerin brachte noch selbstgemachten Blaubeer-Frischkäse- sowie Kürbiskuchen mit. Ich muss dazu sagen, dass ich kein großer Fan von Kürbis bin. Ich mag weder Kürbissuppe, noch sonstiges Zeug, was aus Kürbis gemacht wird – eben auch keinen Kürbiskuchen. Nachdem ich dann aber den selbstgemachten probiert habe, muss ich meine Meinung revidieren. Der Kürbiskuchen hat zu meiner großen Überraschung fantastisch geschmeckt!

Festlich gedeckter Tisch – anstatt Platzkarten gab es Mini-Kürbisse mit Namen

Das kleine possierliche 10-Kilo Vögelchen

Pumpkin Pie – Kürbiskuchen

Am Tag darauf – Sonntag – waren wir dann bei Freunden zum traditionellen Truthahnessen eingeladen. Dieses Mal mit 8 Erwachsenen und 5 Kindern. Ich fand es sehr nett, dass an uns gedacht wurde, denn Thanksgiving ist ein Familienfest und obwohl wir genau genommen eigentlich nicht Familie sind, sind wir es mittlerweile doch irgendwie. Zu essen gab es einen Monstertruthahn mit Stuffing (das ist so eine Art Semmelbröselfüllung), der satte 10 Kilo auf die Waage brachte, dazu – ganz klar – Preiselbeersoße, Kartoffeln, Karotten, Pastinaken, Rosenkohl und natürlich Butternut Squash bzw. Kürbis und Bratensoße. Alles sehr lecker und sehr reichlich – wie sich das bei einem ordentlichen Erntedankfest gehört. Und zum Dessert natürlich Kürbiskuchen. Und dieses Mal habe ich sogar daran gedacht, ein Foto zu machen, was mir natürlich prompt den Kommentar: Du Tourist! eingebracht hat. Hatte ich nicht neulich mal erwähnt, dass ich das öfter zu hören bekomme? Wir hatten auf jeden Fall ein schönes Thanksgiving mit viel, viel Essen – was wohl bei einem Erntedankfest so sein muss. Heute war Feiertag und morgen geht das Leben wieder wie gewohnt weiter. Die nächte Festivität ist am Ende des Monats Halloween. Ich bin ja mal gespannt, wie das so sein wird.

Und um im traditionellen Sinne Thanksgiving abzuschließen: Ich bin dankbar für meine Familie und Freunde, die uns in den letzten Monaten so sehr unterstützt haben; dafür, dass dieses große Unternehmen mit dem Titel Auswanderung bisher so (relativ) reibungslos über die Bühne ging und dass die Kinder, vor allem Dude, diese große Umstellung in ihrem Leben so hervorragend gemeistert haben. Happy Thanksgiving!

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2 Gedanken zu “Truthahntag

  1. Das klingt wirklich sehr familiär und echt schön! Habt weiterhin so viel Spaß und für den Rest drücken wir fleißig die Däumchen…

  2. Umziehen ist bestimmt um einiges angenehmer, wenn man vor Ort bereits Leute kennt. Ihr wirkt schon sehr angekommen, trotz mangelnder Immigration Papiere.
    Aber das man Kürbis nicht mag, kann ich jetzt gar nicht nachvollziehen. Ist doch voll lecker! 🙂 (Ich sag jetzt nicht, was ich nicht mag, das können dann andere wieder gar nicht verstehen. 😉 )

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