Kuchendieb

Blacky – der freche, dicke

Leider haben wir ja keine Haustiere mehr, deshalb habe ich beschlossen sämtliches kanadisches Wildleben um uns drumrum zu adoptieren. Den Waschbären habe ich leider noch nicht gesehen und das Stinktier habe ich bisher nur gerochen – zum Glück – von dem mal abgesehen möchte ich das auch gar nicht adoptieren. So richtig angetan hat es mir das Streifenhörnchen, was unter der Veranda lebt, nur sieht man das eher selten. Also habe ich mich der Eichhörnchen angenommen. Die gibt es in schwarz und grau und wie Sand am Meer. Die schwarzen auf jeden Fall. Und weil ein richtiges Haustier einen Namen braucht, heißt es Blacky. Blacky ist ein richtiger Tausendsassa. Er ist superschnell und überall. Manchmal klont er sich sogar und ist gleich drei Mal da. Cerah macht sich gerne über mich und Blacky lustig. Er folgt mir nämlich überall hin, sogar wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, sieht man ihn ab und zu am Straßenrand, was mir dann die spöttische Bemerkung: Schau mal, da ist Blacky 52348 und da drüben Blacky 87655! einbringt.

Es gibt allerdings einen ganz besonderen Blacky. Der wohnt irgendwo auf einem Baum hinter dem Haus. Er lässt sich leicht daran erkennen, dass er größer und dicker ist als alle die anderen Blackys. Neulich durften wir dann auch herausfinden wieso Blacky so wohlgenährt ist. Cerah hatte einen Kuchen gemacht und ihn zum auskühlen nach draußen auf die Veranda gestellt. Da stand der Kuchen dann so rum und roch wohl überaus appetitanregend, denn plötzlich saß keine 30 cm neben dem Kuchen Blacky. Der dicke Blacky. Wir haben unseren Augen nicht getraut als er sich Stück für Stück immer näher an den Kuchen geschoben hat. Es  hat ihn auch nicht wirklich interessiert, dass wir direkt hinter der Scheibe standen und ihn bei seinem Manöver beobachteten. Erst als es uns zu bunt wurde und wir die Tür tatsächlich aufmachten, hat er sich schweren Herzens vom Acker gemacht. Naja, nicht wirklich. Er hat es sich auf dem 2 Meter entfernten Zaun gemütlich gemacht und ist erst verschwunden als der Kuchen weg war. Ganz schön frech das Tier. Aber da wundert es mich auch nicht mehr, dass er so gut gepolstert ist. Wenn er das in der ganzen Nachbarschaft so macht, ist er sicher auch öfter mal erfolgreich.

Und heute wieder das gleiche Spiel: Kuchen rausgestellt und in Null Komma Nichts war Blacky wieder da. Dieses Mal hatten wir von Anfang an ein Auge auf dem Kuchen und Blacky ging leider – für ihn leider – wieder leer aus. Aber da sieht man mal wieder: Frechheit siegt. Vielleicht locke ich ihn in Zukunft auch öfter mal mit was anderem an und zähme ihn dann und seine zwei Millionen Verwandte. Ich fang dann schon mal mit Kuchenbacken an…

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Ein Gedanke zu “Kuchendieb

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