Rabeneltern

Tochterkind ist ein Schnullerkind. Leider. Im Gegensatz zu Sohnemann in dem Alter würde sie, wenn wir sie den ließen, den Schnuller 24 Stunden am Tag im Mund behalten. Vielleicht auch 25, so sehr liebt sie das Ding. Uns als Eltern ist das ein Dorn im Auge, denn wir sind der Ansicht, dass sie wenigstens tagsüber keine psychologische Stütze in Form eines Silikonstückes braucht. Tochterkind sieht das natürlich anders. Ganz abgewöhnen wollten wir ihr das Rauchen Schnullern nicht gleich, das wäre doch etwas harsch. Bei Sohnemann hatten wir damals die Regel, dass der Schnuller nur im Bett benutzt wird und wenn er tagsüber unbedingt schnullern will, was er sowieso nur selten wollte, dann musste er dazu eben ins Bett gehen. Mit ihm hat das hervorragend funktioniert, bei Miss Gigi ist das vergebliche Liebesmüh. Erstens hat sie ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Schnuller und zweitens ist sie wesentlich …ähm… erziehungsresistenter als ihr Bruder. Man könnte auch sagen ihr Dickschädel ist mindestens einen halben Kilometer umfangreicher als der des großen Bruders. Aber wir sind hier die Eltern und wenn wir das non-stop schnullern nicht gut finden, hat sie sich zu fügen. Basta. Doof nur, dass das einfacher gesagt als durchgeführt ist.

Die Schnullerkette

Die Schnullerkette

Unsere Lösung: Die Schnullerkette. Tagsüber wird der Schnuller mittels Schnur und Karabinerhaken ans Bett gefesselt. Wenn die kleine Miss die Ungerechtigkeit der Welt betrauern will, dann stampft sie mittlerweile nach oben in ihr Zimmer, schmeißt sich auf ihr Bett (Gitterbett hat sie schon lange keins mehr) und schnullert vor sich hin, bis die Welt wieder freundlicher erscheint. Nachts wird der Schnuller befreit und Gigi kann schnullern und ihr Schnuffi im Gesicht rumreiben wie sie lustig ist. Das ist nämlich ihre andere Leidenschaft – ihr Schnuffel- bzw. Labeltuch auch Schnuffi genannt. Die gab es mal bei Tchibo und da sie ihr Originalschnuffi so sehr liebte, haben wir und die Oma Jagd auf sämtliche Schnuffis gemacht, die wir finden konnten. Wir haben eine Kollektion von etwa 6 Stück. Eine  sehr weise Entscheidung, da die Dinger von unserer Kotzliesel gerne mal mehrere Duschen pro Nacht erhielten und wir immer genug zum Austauschen hatten. Aber auch heute, wo sie zum Glück nur noch spuckt, wenn sich ein Magen-Darm-Keim bei uns eingenistet hat, ist es überaus hilfreich, die Dinger austauschen zu können, ohne in die Bredouille zu geraten. Irgendwann gewöhnen wir ihr das beides ab. Wann immer das auch sein wird. Ich vermute mal zum 18. oder so im  Austausch gegen ein Auto. Würd mich nicht wundern.

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Ein Gedanke zu “Rabeneltern

  1. Haha, geil! 🙂 Schnuller ans Bett gekettet. Das ist ja mal ne coole Idee. Die Sache mit dem Lieblingsschnuffeltuch sah bei uns so ähnlich aus, nur dass es ein kleiner rosa Hase war, der quasi als Schnuller diente. Das Ding hat natürlich fürchterlich schnell übel gestunken, sodass wir es häufig waschen mussten. Der war auch von Tchibo und meine Mutter und wir haben ständig in allen Geschäften danach gesucht. Am Ende hatten wir auch 5 oder 6 von den Dingern. Einen haben wir erst letztes Jahr beim Umzug gefunden und weggeschmissen. Er war noch gar nicht angeltuscht. 🙂
    Ich drück die Daumen für den Entzug! Aber noch hat sie ja ein bißchen Zeit, ist ja erst 2 die Zwergin.

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