Mein erstes Mal

Ich war 20 und total überfordert. Ich stand da, war nervös und wußte nicht richtig, was ich sagen soll. Und vor lauter Nervosität habe ich dann etwas bestellt, was ich eigentlich gar nicht wollte.

Ja, so war das als ich zum ersten Mal zu Starbucks ging. 2000 als AuPair in den USA. Starbucks kannte ich damals nicht. Ich glaube, die haben erst später die ersten Filialen in Deutschland eröffnet (2002 laut wikipedia). Meine deutsche AuPair Freundin verbrachte in dem Laden Stunden damit, Briefe an die Lieben zuhause zu schreiben. Das machte man damals nämlich noch. Briefe schreiben. Per Hand. Auf Papier. Und so schleppte sie mich eben auch immer mit und ich brauchte ein Weile bis ich es fertigbrachte tatsächlich das zu bestellen, was ich auch wollte. In der richtigen Größe. Alles nicht so einfach.

Da musste ich diese Woche daran denken, als ich mal wieder seit langem bei Starbucks stand und nicht wußte, was ich wollte. Wie früher halt. Das ist aber kein Wunder, da ich in Deutschland kein einziges Mal bei Starbucks war. Never ever. Unnötige Geldverschwendung wenn ihr mich fragt.

Tja, nun habe ich aber das Problem, dass dieser blöde Laden unten im Erdgeschoss meines Bürogebäudes ist. Blöde, blöde, blöde! Ich bin immer noch der Ansicht, dass das unnötige Geldverschwendung ist, nur leider ist das so verdammt lecker. Und ich bin seit meiner letzten Schwangerschaft zum Kaffeejunkie mutiert. Und die Kaffeemaschine, die wir oben im Büro haben macht keinen Cappucino. Noch viel blöder, weil ich den nämlich am liebsten mag. Abgesehen von Caramel Macchiato und andern Kalorienbomben die der Kaffeeverkäufer im Erdgeschoss anbietet.

Der andere Grund – außer der Geldverschwendung – der mich dazu bewegt mir ein Maximum von zwei Mal Starbucks im Monat zu setzen ist, dass ich die wunderschönen 10 Kilo, die ich nicht mehr besitze auch nicht mehr wirklich zurück möchte. Wenn es nun wirklich passieren sollte, gut, von mir aus, aber ich werde den Teufel tun dem nachzuhelfen. Mag ich nicht.

Hm, wir haben April. Jetzt muss ich mir doch glatt mal überlegen ob ich meine zwei Zuckersahnekaffeegetränke denn auch schon hatte. Oh je, ich sehe jede Menge Suchtpotenzial in meiner nahen Zunkunft. Nicht gut, gar nicht gut. So schnell macht also bei lokalen Bräuchen mit…

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