Thanksgiving – die zweite

Nach einem Jahr in der Fremde beginnen sich die Dinge zu wiederholen. Das erste große Fest, was wir hier hatten, war Thanksgiving, auch als Turkey Day bekannt. Letztes Jahr waren wir bei Freunden, dieses Jahr haben wir besagte Freunde zu uns eingeladen. Nicht dass ich kochen könnte, aber Cerah kann das dafür umso besser. Und so nahm sich Cerah unseres Monstermahles an und kochte ihren allerersten Truthahn. Ein kleines Vögelchen mit 6,5 Kilo Körpergewicht und ich meine das Ernst. Unser Turkey war tatsächlich einer der kleinsten, die es im Supermarkt zu erstehen gab. Da wir aber nur 7 Personen inklusive zweier Kinder waren, war das genau richtig. Das Teil wurde vier Stunden im Ofen gegart, dazu gab es Mais, Karotten, Erbsen, Butternuss Kürbis, braune Soße, Cranberrysoße, Brötchen, Kartoffelbrei und Stuffing. Alles von Cerah selbstgemacht und alles sehr, sehr lecker. Und ja, sie hat den ganzen Tag in der Küche zugebracht. Zum Dessert gab es dann Pumpkin Pie, Apple Pie und Cheesecake. Und mittlerweile mag ich auch Pumpkin Pie echt gerne. Es hat ein paar Jahre gedauert bis ich mich an den Geschmack gewöhnt hatte, aber so langsam mag ich das sogar richtig gerne. Am liebsten mit Sahne obendrauf. Völlerei ohne Ende, sag ich da nur. Aber so gut.

Heute gab es dann Restlefestle und morgen noch und übermorgen vermutlich auch!

Das beste passierte allerdings am Vortag.

Miss GCerah machte Cheesecake, was das Mixen von Frischkäse und Cool Whip (eine Art süße bereits geschlagene Sahne, die es im 500 ml Becher zu kaufen gibt) erfordert. Die Rührbesen, die sie dazu benutzt sind heißbegehrt, weil das nämlich enorm lecker schmeckt und es wäre Verschwendung, das verkommen zu lassen. Dude bekam einen und Miss Gigi ebenso. Als Gigi fertig war, sagte ich ihr, dass sie den Rührbesen in die Küche bringen soll, wo er hingehört. Das tat sie auch, braves Mädchen das sie ist und kam zurück, um damit weiterzumachen, das Wohnzimmer zu zerstören.

Am nächsten Tag fing Cerah dann damit an, den Teig für die Brötchen zu machen. Dumm nur, dass ein Rührbesen unauffindbar war. Noch dummer, weil der unbedingt benötigt wurde und der Teig schon wartete. Und die Jagd begann… Spülmaschine, Waschbecken, sämtliche Schubladen, Wohnzimmer, unter der TV-Bank, unter der Kommode, Sessel, überall. Und das blöde Ding war nirgends. Bis Cerah auf einmal meinte: Schau mal im Müll nach! Vielleicht hat sie ja gedacht, dass der Rührbesen sowas ist wie der Stiel vom Eis und der kommt in den Müll. Ich wollte schon immer zwischen dreckigen Windeln im Müll rumgraben. Absoluter Wunschtraum meinerseits. Würg! Allerdings wurde meine Aktion tatsächlich mit dem vermissten Rührbesen belohnt! Juhu, sag ich da nur. Zum Glück gibt es ja kochend heißes Wasser und Sterilium um sämtlichen Keimen den Gar auszumachen. Aber so leicht eklig war es trotzdem. Und das nächste Mal werde ich Küche genauer definieren, denn nochmal grabe ich den Restmüll mit Sicherheit nicht um!

Miss Gigi ist 2 Jahre, 8 Monate, 1 Woche & 8 Tage alt.

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