Play Date

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Dude, sein bester Freund und Gigi beim Minecraft spielen

Dude ist in der dritten Klasse und hat einen besten Freund. Den hat er schon seit dem ersten Schultag in der ersten Klasse. Die ersten beiden Jahren waren sie nur in der Parallelklasse aber dieses Jahr sind die beiden endlich in der gleichen Klasse.

Und was spielt man im Jahre 2014, wenn man fast 8 Jahre alt ist auf dem Schulhof in den Pausen? Genau… Minecraft. Wer das nicht kennt, es ist ein Videospiel, was prinzipiell ist wie Lego bauen nur halt am Bildschirm. Und weil das so super ist – Dude und Cerah spielen das zusammen auf der Xbox und Gigi neuerdings auf dem iPad – muss man das natürlich auch auf dem Schulhof nachspielen. Dumm nur, wenn man das Spiel selbst nicht kennt und nur immer davon hört.

Um dem Abhilfe zu schaffen, hat Dude seinen besten Freund letztes Wochenende zu uns nachhause eingeladen. Der allererste Freund, der jemals zum spielen vorbei kam. Dude war super aufgeregt und hat sich schon Tage vorher überlegt, wie er ihm denn am besten das Minecraft spielen beibringen könnte. Total süß.

Ich war an dem Wochenende alleine mit beiden Kindern, da Cerah mit ihren Pfadfinderinnen zum zelten war. Und ich war auch so ein kleines bisschen nervös. Nicht wegen dem Play Date sondern wegen den Eltern vom besten Freund. Nicht dass die nicht nett waren, der Vater hatte vorher angerufen, was ich leider verpasste, da ich gerade Gigi ins Bett brachte und eine Email geschickt. Mein Problem bei so Sachen sind eher die kulturellen Unterschiede. Wie ich auch, sind die Eltern vom besten Freund nicht von hier sondern Einwanderer aus – wir glauben – Indonesien. Nun weiß ich so gar nichts über Indonesien und obwohl wir alle hier in Kanada wohnen finde ich es manchmal schwierig nicht in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten, die da massenweise hier rumstehen. Das passiert mir schon oft genug mit den Kanadiern um mich rum (Mann, sind die in manchen Sachen vielleicht verklemmt) und Asiaten sind da nochmal was ganz anderes. Naja, auf jeden Fall war ich leicht nervös und kam mir etwas komisch vor, der Papa war dann auch sehr asiatisch und sehr nett und sehr von unserem Haus angetan. Ich hoffe, ich hab mich nicht zu sehr blamiert, aber Hauptsache den Kindern hat es Spaß gemacht und das hat es auf jeden Fall.

Beim nächsten Mal, darf dann sein anderer neuer bester Freundh vorbeikommen. Der ist aus Nigeria und nur für ein Jahr hier, das er bei Verwandten verbringt. An Multikulti mangelt es uns hier definitiv nicht. Ich finde das gut und bin sehr froh drum, dass Dude so die Chance bekommt auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Übrigens: Nur so aus Interesse hatten wir Dude vor langer Zeit schon mal gefragt, ob sein bester Freund denn anders aussehe als er. Er hat uns nur angeschaut als ob wir den Verstand verloren hätten und meinte: Nein, er sieht aus wie ich. Er hat nämlich auch schwarze Haare. Damit war das Thema für ihn gegesssen. Da sieht man mal, dass sowas wie Rassimus (und Homophobie) anerzogen ist und es von Natur aus kein Kind interessiert wie das andere aussieht.

 

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