Noch ein letztes Mal: 2014

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Hm, das fällt mir dieses Jahr relativ schwer zu sagen. Ich würde sagen so mittig, irgendwas zwischen 5 und 7. Unser eigenes Haus zu kaufen war zwar ein riesiger Pluspunkt, aber irgendwie hinterlässt 2014 so ein bisschen einen schalen Geschmack. Ich kann nicht mal genau sagen wieso.

Was haben wir denn noch so gemacht 2014? Dude hatte Erstkommunion im April. Hier schon ein bisschen früher, da es in katholischen Schulen (ja, unser Kind geht in eine katholische Schule) immer in der zweiten Klasse gemacht wird und da Dude einer der Jüngsten ist, durfte er schon mit 7 Jahren ran.

Wir sind umgezogen. Waren zwischendurch für eine knappe Woche ohne feste Bleibe und hatten das große Glück bei einer Freundin unterzukommen.

Haben uns bereits ganz am Anfang von 2014 ein Wohnwägelchen am See angeschafft, was wir mit Sicherheit nicht gemacht hätten, wenn wir gewußt hätten, dass wir ein paar Monate später ein Haus kaufen würden. Das Leben eben. Immer voller unerwarteter Überraschungen!

Oh, und im März haben wir unsere kanadischen Adoptiveltern (Die Enkelkindlosen Eltern von Cerahs Freundin) in der Nähe von Toronto besucht und waren Tubing (youtube Video oder Bilder falls youtube von Deutschland aus nicht funktioniert).

Haben uns zum neuen Haus eine Kätzchen gegönnt.

Cerah war im Juli mit ihren Girl Guides in London. Von Kanada aus betrachtet ist das ein big deal wie es hier so schön heißt. Immerhin ist das in Europa und eine Überseereise.

Wir hatten viele Pfadfinder und Girl Guide Veranstaltungen, Übernachtungen, Campingtrips, was mich weniger, Cerah und Dude mehr betrifft.

Beide Kinder – Dude und Missy G – gehen mittlerweile einmal die Woche zum Irish Dance. Dude hatte seine erste Vorführung und liebt Irish Dance so sehr, dass er nicht mehr durch das Haus geht sondern tanzt.

Wir hatten das große Glück einige Freikarten durch meinen Arbeitgeber zu Eishockeyspielen zu bekommen – sowohl NHL als auch OHL, wobei das nicht so super war. Basketball war dabei, Walking with Dinosaurs und ein Komiker zu dem ich Cerah geschickt habe.

Also irgendwie ist immer was los, was auch erklären würde, wieso ich so wenig schreibe von dem mal abgesehen, dass mich die Muse schon länger nicht mehr geküsst hat.

Ach und ich und meine Freundin-Kollegin haben Gutscheine zu einem schicken Spa als Weihnachtsgeschenk von unseren Chefs bekommen. Das war auch echt schön, allerdings habe ich da zum ersten Mal bemerkt, dass es mir fast schon Panikattacken beschert, wenn ich etwas neues mache, was sonst nicht zu meinem Tagesablauf gehört. Arg viel besser ist das auch im Laufe des Jahres nicht geworden. Aber auch nicht schlimmer. Ja und das ist eigentlich das Jahr im Schnelldurchlauf.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Definitiv zugenommen. Allerdings habe ich auch nicht wirklich darauf geachtet, was ich esse und trinke. Sollte ich vielleicht mal wieder etwas mehr tuen, falls ich mir nicht eine neue Garderobe in einer größeren Größe anschaffen will. Und wer will das schon?

3. Haare länger oder kürzer?

Länger. Wurden schon seit einiger Zeit nicht mehr geschnitten. Und weißer. Mittlerweile so viel weiß, dass man es auch sieht, wenn ich meine Haare zum Pferdeschwanz zusammenbinde. Hat mich ein ältere Kollege netterweise darauf aufmerksam gemacht.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Weder noch. Aber nachtblind. Fahren bei Regen und Dunkelheit ist mittleweile eher ein Blindflug als kontrolliertes Fahren. Hüstel. Das Alter und so.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Weniger. So ein Hauskauf ist nicht ganz billig. Wobei im Endeffekt ist es dann eigentlich mehr, da keine Geld mehr für Miete verschwendet wird, sondern fürs Eigenheim.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Der gleiche. Oder fast. Theoretisch besser, weil ich seit November 2013 für den Herren im Büro arbeite, der das höchste Amt im ganzen Büro bekleidet. Und seine Nummer 2, für die ich schon von Anfang an gearbeitet habe. Leider nicht mit mehr Geld verbunden, aber trotzdem quasi eine Beförderung.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Haus gekauft. Teuerste Anschaffung überhaupt.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Gewonnen? Erfahrung? Ha, und Tickets zur Dinosaurier Show wie oben erwähnt.

9. Mehr bewegt oder weniger?

Weniger. Nach dem Umzug ist die Bushaltestelle fast direkt gegenüber von meiner Haustür. Ungemein praktisch, aber nicht hilfreich wenn der Weg zur Bushaltestelle und zurück mehr oder weniger die einzige geregelte sportliche Aktivität ist.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Für mich? Eine. Wo es mir so doof ging, dass ich zuhause blieb. Cerah ist dieses Winter mehr oder weniger dauererkältet, die Kinder waren bisher recht gesund. Leider habe ich seit einiger Zeit auch wieder mehr Kopfschmerzen und Migräne.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Die kranke Cerah. Das heißt nämlich für mich, dass ich mehr oder weniger halbherzig von zuhause arbeite, damit sie wenigstens nicht zur Schule laufen muss.

12. Der hirnrissigste Plan?

Hirnrissig? Nicht wirklich hirnrissig, aber doch ziemlich bedeutend: ein Haus zu kaufen.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Wirklich gefährlich? Auch nichts.

14. Die teuerste Anschaffung?

Ganz eindeutig: das Eigenheim. Ich glaube nicht, dass es etwas teureres gibt. Es sei denn ich leiste mir demnächst den Privatjet, den ich schon immer haben wollte. Nachdem ich im Lotto gewinne selbstverständlich.

15. Das leckerste Essen?

Wir haben neuerdings einen Crock Pot auch Slow Cooker genannt (Wikipedia sagt, dass das auf Deutsch ein Schongarer ist. Hab ich im Leben noch nie gehört). Und eigentlich alles was Cerah darin macht (ich bekenne mich dazu in der Küche absolut unbrauchbar zu sein), schmeckt super.

16. Das beeindruckendste Buch?

Muss ich kurz mal bei goodreads nachschauen, was ich denn dieses Jahr überhaupt gelesen habe. Hm, ist alles nur leichte Lektüre, nix wirklich beeindruckendes dabei. Die größte Überraschung war vermutlich für mich Roter Regen von Michael Moritz. War ein Geschenk Weihnachten 2013. Und da es ein Kaiserstuhlroman ist, kann ich damit natürlich viel anfangen. Ist immerhin Heimat und das Buch war überraschend gut geschrieben, spannend und unterhaltsam.

17. Der ergreifendste Film?

Ich hab so viele gesehen, dass ich das nicht sagen kann. Wir haben seit ein paar Monaten auch Netflix und somit noch mehr Fernsehen, aber hauptsächlich eigentlich Serien.

18. Die beste CD?

Tim Bendzko – Am seidenen Faden

Hat mir überraschend gut gefallen und habe ich auf dem Weg zur Arbeit und zurück rauf und runter gehört.

19. Das schönste Konzert?

Keins, da ich bei keinem war.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Mir Sorgen zu machen. Über alles und jeden. Definitiv eine meiner weniger positiven Eigenschaften und leider etwas, was mir sehr schwer fällt nicht zu tun. Sollte ich vermutlich zum Vorsatz machen für das neue Jahr: Worry less, live more. Einfacher gesagt als getan.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Der Familie.

22. Zum ersten Mal getan?

Tubing. Im riesigen Reifen den Hang runter. Macht noch viel mehr Spaß wenn man per Lift nach oben gezogen wird und nicht selber Bergsteigen muss.

23. Nach langer Zeit wieder getan?

Fällt mir nichts dazu ein.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Zwei Mal in einem Jahr umzuziehen. Einmal privat und dann Ende des Jahres noch im Büro.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Ich jemanden überzeugen? Nee, normalerweise ist es andersrum. Es wird versucht, mich zu überzeugen.

26. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Ha, das Deutschland Trikot mit 4 Sternen! Zu Weihnachten. Eine Kooperation von Cerah und meiner Mama!

27. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Your keys are ready to be picked up! Unser Anwalt am 6. August irgendwann morgens als wir bei IKEA waren, um die Zeit totzuschlagen bis wir ins neue Haus können. Und mit den Schlüsseln konnten wir das dann auch machen. Juhu!

28. Dein Wort des Jahres?

Weltmeister! Hab ich ja auch nur 24 Jahre drauf gewartet.

29. Dein Unwort des Jahres?

Pristine condition. (Makelloser Zustand) Das sind die Worte mit denen das Mietshaus in dem wir gewohnt haben seit nun fast 6 Monaten für potentielle Nachmieter angeboten wird. Das Haus ist alles andere als makellos, was auch der Grund dafür sein dürfte, dass es immer noch leer steht. Mir war nicht bewußt, wie sehr ich die Bude nicht leiden konnte, bis ich nicht mehr jeden Tag drin leben musste. Für den Anfang war es gut aber spätestens nach einem Jahr hatten wir die Nase voll davon.

30. Dein Lieblingsblog des Jahres?

Da muss ich schwer nachdenken. Ich habe zwar nach wie vor einen Feedreader, aber so wirklich Blogs verfolgen tue ich eigentlich nicht mehr. Es fehlt an Zeit und echtem Interesse.

31. Dein größter Wunsch fürs kommende Jahr?

Hm, mehr entspannen, weniger besorgt sein. Keine doofen Überraschungen, nur gute. Und man merkt, dass ich alt werde: Gesundheit und Gelassenheit. Immerhin werde ich in wenigen Wochen 35, da steht die Midlifecrisis quasi schon vor der Tür.

In diesem Sinne: Happy TwentyFifteen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s