Stop Motion Filmchen

Wunderschönes Wetter draußen. Strahlender Sonnenschein, frischer Schnee, wirklicher wunderschön anzuschauen. Nur leider viel zu kalt um rauszugehen. -40 Grad mit Windchill. Da schickt man keinen Hund vor die Tür. Nur was macht man an einem Sonntag an dem man das schöne Wetter nur durch die Fensterscheibe anschauen mag, weil alles andere mehr als unangenehm ist?

Da gibt es doch sicher ne App dafür… Und tatsächlich hat Cerah eine super App gefunden. Nennt sich iMotion und ist eine App, die hilft Stop Motion Videos zu machen. Ziemlich cool das ganze. Die Kinder fanden es super und auch ich musste mich als Regisseur versuchen.

Foto 2

Dude als Regisseur im hauseigenen Wohnzimmerstudio

Wir haben uns im Wohnzimmer ein Filmstudio zurecht gebastelt,mit Beleuchtung, Kamera bzw. iPad auf Stativ und fantastischer Kulisse. Alles höchst professionell! Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir demnächst mindestens einen, wenn nicht mehrere Oscars gewinnen werden. Den Kindern hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und auch ich musste mich natürlich gleich mal als Regisseur versuchen. Gar nicht so einfach das ganze und unheimlich zeitaufwändig, weil man wirklich wahnsinnig viele einzelne Bilder braucht, um eine mini kurzen 4 Sekunden Clip zu produzieren.

Dude’s Meisterwerk

Und mein Erstlingsversuch – stolze 3 Sekunden lang

Totenstille

Fahrrad-Gang

Schon wieder eine Weile her seit ich mich zu Wort gemeldet habe. Wie auf dem Bild sehr schoen zu sehen ist, sind wir mittlerweile komplett schneefrei und der Fruehling hat Einzug gehaltet. Wurde so langsam auch mal Zeit.

Mr. Dude hatte letzten Sonntag Erstkommunion und Oma und Opa waren fuer eine Woche zu Besuch.

Und… Dude kann endlich Fahrradfahren. Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, dass er es irgendwann doch noch lernt aber es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Den letzten Versuch ohne Stuetzraeder zu Fahren haben wir noch in Deutschland unternommen. Vor ueber zwei Jahren. Und er endete damit, dass ich mir beim Versuch Dude vor einem Sturz zu bewahren, selbst gestuerzt bin und mir den Finger gebrochen habe. Danach hat er sich immer geweigert, sich ueberhaupt nur auf das Fahrrad zu setzen.

Ganz anders seine Schwester. Das Laufrad fand sie kacke, aber so ein Fahrrad haette sie schon gerne. Sie wollte immer seines nehmen, aber das war dann doch etwas zu gross fuer sie. Und da Oma und Opa noch ein Osterhasengeschenk brauchten, einigten wir uns darauf, dass der Osterhase ein putziges, kleines Fahrraedchen fuer Miss Gigi bringen sollte.

Wir fuhren alle zusammen zum Sportchek, wo es die gerade auch noch im Angebot gab und Miss Gigi wurde vor lauter: For me????? gar nicht mehr fertig mit gluecklich sein. Dude war etwas stinkig und beschwerte sich den ganzen Heimweg lang: Wieso Gigi denn ein Fahrrad bekommen hat und er nicht? Mommy Cerah’s Kommentar: Fahrradfahren interessiert dich doch gar nicht. Jedes Mal, wenn ich dich frage, ob du fahren willst, sagst du nein. Egal, was ich mache. Wir reden uns buchstaeblich seit Jahren den Mund fusselig und versuchen ihn davon zu ueberzeugen, dass Fahrradfahren etwas tolles ist. Ohne Erfolg.

Er war auf jeden Fall so angepisst, dass er sobald wir zuhausen waren, sich auf sein Fahrrad gesetzt hat und losgefahren ist. Ohne Stuetzraeder, ohne Hilfe, ohne alles. Am Anfang noch etwas wackelig, aber innerhalb von Minuten hatte er den Dreh raus. Wir konnten es kaum glauben: Er faehrt Rad. Und ihm gefaellt es!! Wer haette das noch fuer moeglich gehalten? Ich hatte fast schon nicht mehr daran geglaubt.

Es hat wohl einen Besuch von Oma und Opa und eine kleine Schwester gebraucht, bis es bei ihm endlich klick gemacht hat.

Seitdem fahren beide Kinder taeglich mit dem Rad zur Bushaltestelle und zurueck und Abends noch eine Runde vorm ins Bettgehen. Und heute gab es dann fuer Dude von seinem Erstkommunionsgeld ein neues Fahrrad, denn das alte von vor zwei Jahren war viel, viel zu klein. Zum Zuversichtgewinnen ideal, aber fuer alles ander unbrauchbar.

Aber hey, die Kinderlein fahren Rad! Yay!!!!

Happy Birthday

Ich weiss, ich bin spaet dran, aber besser spaet als nie. Dude ist heute sage und schreibe 7 ganze Jahre alt!

Und sein Geburtstagwochenende war eine einzige grosse Extravanganza! Am Samstag gab’s eine Uebernachtung mit den Pfadfindern im Technikmuseum. Zwischen Loks und Autos und Reaktoren. Ein super Erlebnis fuer ihn, auch weil Mommy seine Leiterin ist und mit dabei war. Am Sonntag gab’s dann grosse Ueberraschung: Minigolf im UV-Licht! Ziemlich cool das ganze und ich stelle mir das noch viel schraeger vor, wenn man da etwas beschwipst hingeht. Danach gab’s dann Eiscremekuchen und Geschenke mit den Partygaesten zuhause und heute dann – an seinem richtig echten Geburtstag – durfte er morgens frueh gleich seine Geschenke von uns und Oma und Opa aufmachen. Und zum kroenenden Abschluss in der Pfadfindergruppestunde wurde er auch nochmal gefeiert. Wenn das kein gelungenes Geburtstagswochenende war, dann weiss ich auch nicht!

Ein paar mehr Bilder gibt’s auf facebook.

Das Wichtigste

Eine der letezten Hausaufgaben vor den Sommerferien dieses Jahr war die Frage: Was war das wichtigste, was du dieses Jahr in der Schule gelernt hast? Eine ueberaus relevante Frage wie ich finde.

Was Cerah und mir dazu einfiel war: Lesen und Schreiben. Definitiv das wichtigste. Das sah Dude genauso, aber fuer ihn war noch etwas ganz anderes wichtig: Ich habe gelernt zu sprechen! Damit haette ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Mir war nicht bewusst, wie sehr ihn das belastet, dass er nicht gut sprechen kann. Er war ja zuhause in Deutschland schon in der Logopaedie und hier wurde das in der Schule weitergefuehrt.

Wenn er Deutsch redete, haben immer alle gesagt, er haette einen englischen Akzent. Wenn er Englisch redete, wurde dann immer gesagt, er habe einen deutschen Akzent. Beides falsch. Er sprach zwar schon immer besser Englisch als Deutsch, aber als wir vor knapp einem Jahr (Wow – schon fast ein Jahr hier!) hierher zogen, hatte er das gleiche Problem wie in Deutschland: Es verstand ihn niemand richtig. Fuer ihn natuerlich sehr frustrierend. Verstaendlich, denn wer will schon alles drei Mal sagen muessen. Der Ursprung von seinen Sprachproblemem lag – vermutlich nicht ganz, aber zum grossen Teil – in den haeufigen Mittelohrentzuendungen und dem damit einhergehenden schlechten Hoeren bis er dann endlich die Polypen rausbekam und der Spuk ein Ende fand. Nur war der Schaden da schon angerichtet.

Mittlerweile wurde er von der Schullogopaedin als geheilt entlassen und wenn er etwas sagt, kommt das so klar und verständlich raus, dass er sofort verstanden wird. Und er redet und redet und redet und redet.

Das bloede daran: Er spricht so gut wie kein Deutsch mehr. Nicht weil er es nicht koennte, denn verstehen tut er nach wie vor alles, sondern weil er sich nicht traut. Es ist scheinbar so in seinem Kopf verankert, dass ihn sowieso niemand versteht, dass er es gar nicht erst probiert. Sehr schade eigentlich, aber ich wuesste im Moment nicht, wie ich das aendern koennte.

Ich habe die Hoffnung, dass mit unseren diversen Gaesten, die den Sommer ueber bei uns sein werden (fuer drei Wochen eine Pfadfinderin aus Cerahs alter Truppe und dann im Anschluss fuer 10 Tage meine Eltern), das vielleicht wieder etwas besser wird und er sich mehr traut. Keine Ahnung, ob das funktioniert, aber hoffen kann ich ja mal.

Mich hat es auf jeden Fall sehr erstaunt, dass das fuer ihn eine der wichtigsten Sachen war, die er dieses Jahr gelernt hat: das Sprechen. Aber da sieht man mal, dass es manchmal ganz andere Dinge sind, die einem Kind nahegehen als man auf Anhieb so sieht.

Kann ich jetzt aufstehen?

Wir haben seit einiger Zeit eine neue Regel, die da lautet: Computer-Zeit gibt es nur am Morgen bevor die Schule anfaengt und das war’s dann fuer den Rest des Tages. Morgens hat Dude naemlich lange, lange Zeit bevor er aus dem Haus muss, da die Schule erst um Viertel nach 9 anfaengt. So weit so gut. Sohnemann ist natuerlich nicht dumm und versucht so viel wie moeglich aus dieser Regelung herauszuholen. Das fuehrte nach einer Weile dazu, dass er um 5 Uhr morgens aufwachte, um noch laenger Zeit zu haben. Wir Mamas waren darueber natuerlich nicht wirklich erfreut, denn erstens ist das viel zu frueh, zweitens muss er nicht morgens schon 3 Stunden am PC hocken und drittens moechte ich nicht jeden Morgen um 5 Uhr aufgeweckt werden, wenn Elefanten-Dude die Treppe runtertrampelt und das ganze Haus aufweckt. Es musste also eine Loesung her.

Ich hatte vor langer Zeit mal eine Art Wecker fuer Kinder hier gesehen. Ich fand den Wichtel total putzig, wenn auch sacketeuer und haette den gerne gehabt. Dummerweise gibt es den nicht fuer den amerikanischen Markt und ich werde den Teufel tun, das Ding in Deutschland zu kaufen, dann hierher schicken zu lassen und auch noch Zoll drauf zu zahlen. Also musste eine andere Loesung her. Nach einger Recherche sind wir (bedeutet in diesem Fall Cerah) dann auf einen mitwachsenden Wecker fuer Kinder gestossen, der sich ‚Teach me time!‚ nennt. Zu finden hier und vermutlich nicht auf dem deutschen Markt erhaeltlich. Dieser Wecker ist ebenfalls sehr putzig anzusehen, sagt auf Knopfdruck die Zeit an und leuchtet gruen, wenn es okay ist aufzustehen. Man kann einstellen, wann das Licht gruen wird und es bleibt dann eine Stunde oder so gruen bis es wieder zurueck zu gelb wechselt. Das gute daran, wir brauchen kein Nachtlicht mehr und es kommt niemand mehr um 5 Uhr frueh ins Schlafzimmer gestolpert und erkundigt sich, ob es endlich Zeit ist aufzustehen. Wesentlich entspannter fuer alle Beteiligten!

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19:34 Uhr – kurz vorm ins Bett gehen

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Und im Dunkeln

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6:53 Uhr – es ist okay aufzustehen!