Stop Motion Filmchen

Wunderschönes Wetter draußen. Strahlender Sonnenschein, frischer Schnee, wirklicher wunderschön anzuschauen. Nur leider viel zu kalt um rauszugehen. -40 Grad mit Windchill. Da schickt man keinen Hund vor die Tür. Nur was macht man an einem Sonntag an dem man das schöne Wetter nur durch die Fensterscheibe anschauen mag, weil alles andere mehr als unangenehm ist?

Da gibt es doch sicher ne App dafür… Und tatsächlich hat Cerah eine super App gefunden. Nennt sich iMotion und ist eine App, die hilft Stop Motion Videos zu machen. Ziemlich cool das ganze. Die Kinder fanden es super und auch ich musste mich als Regisseur versuchen.

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Dude als Regisseur im hauseigenen Wohnzimmerstudio

Wir haben uns im Wohnzimmer ein Filmstudio zurecht gebastelt,mit Beleuchtung, Kamera bzw. iPad auf Stativ und fantastischer Kulisse. Alles höchst professionell! Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir demnächst mindestens einen, wenn nicht mehrere Oscars gewinnen werden. Den Kindern hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und auch ich musste mich natürlich gleich mal als Regisseur versuchen. Gar nicht so einfach das ganze und unheimlich zeitaufwändig, weil man wirklich wahnsinnig viele einzelne Bilder braucht, um eine mini kurzen 4 Sekunden Clip zu produzieren.

Dude’s Meisterwerk

Und mein Erstlingsversuch – stolze 3 Sekunden lang

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Verpasst

Und auf dem Weg nachhause, während ich da gelangweilt im Bus saß, der übrigens ganz fürchterlich nach Aschenbecher roch, fiel es mir auf einmal auf: Ich habe mein zweijähriges Kanada-Jubiläum verpasst. Nicht das, an dem ich aus dem Flieger ausgestiegen (das war der 18. September falls es jemanden interessiert), sondern das, an dem ich mit meinen Papieren an die US-amerikanische Grenze fahren bin, um offiziell einzureisen und ein Permanent Resident (jemand mit einer unbeschränkten Aufenthaltserlaubnis) zu werden. Das war nämlich gestern vor zwei Jahren, am 14. Januar 2013. Fühlt sich an wie gestern und gleichzeitig wie aus einem anderen Leben. Schon merkwürdig wie schnell man vergisst und vor allem wie schnell die Zeit vergeht. Und wie lange wir auf diese dämlichen Papiere gewartet haben und die wollten und wollten einfach nicht kommen. Frustrierend war das, hat mich an der Entscheidung hierher zu ziehen zweifeln lassen.

Aber seitdem, seitdem ging eigentlich alles fast schon ein wenig zu glatt. Wobei, so ganz stimmt das nicht, es liefen schon so ein paar Sachen schief (ich denke da zum Beispiel an das wegen Schneesturm komplett verpasste Bewerbungsgespräch), aber irgendwie hat alles im Endeffekt doch hingehauen. Da ich so ein bisschen sehr abergläubisch bin, hoffe ich jetzt mal, dass sich das nicht ändern wird, nur weil ich das hier so lapidar hingeschrieben habe.

Zwei Jahre später und es ist kaum zu glauben, was wir in diesen zwei Jahren alles erreicht haben (das erinnert mich jetzt so ein bisschen an die Sparkassen Werbung aus den 90ern):

ein Auto (alt, verrostet, unzuverlässig und kurz vor dem abkratzen),

einen guten Job mit den besten Kollegen, die ich jemals hatte,

ein kleines renovierungsbedürftiges Wohnwägelchen in Premiumlage am See,

und

ein wunderhübsches Haus!

Das Boot ist auch schon geplant, kommt dann in ein paar Jahren wenn das Wohnwägelchen am See fertig renoviert ist und wir ein Dock haben, wo wir das Boot dran festmachen können. Ach ja, im Lotto gewinnen ist auch schon in der Planung.

Nee, aber ernsthaft, trotz der Eiseskälte (vorgestern hatten wir mal wieder kuschelige -30 Grad), geht es uns hier wirklich gut. Ich hatte neulich einen Traum, in dem Cerah mich nach Deutschland geschickt hat und mir dann dort eröffnet hat, dass wir nicht mehr zurück gehen, sondern in Deutschland bleiben. Ich war in meinem Traum so richtig angepisst, denn das wollte ich einfach nicht. So einen Umzug macht man nur einmal und ich habe nicht vor, in naher Zukunft wieder zurückzuziehen. Besuchen ja, das ist etwas anderes aber nicht auf Dauer. Ich mag nicht nochmal von vorne anfangen, egal wo. Da wo ich jetzt bin, gefällt es mir und hier bleib ich.

Bis es mir zu langweilig wird und ich doch wieder umziehe. Nach Australien vielleicht oder Hongkong… Aber das dauert noch eine Weile.

Fürs erste bleib ich hier und schaue gespannt, was mir die nächsten zwei Jahre noch so bringen werden.

Noch ein letztes Mal: 2014

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Hm, das fällt mir dieses Jahr relativ schwer zu sagen. Ich würde sagen so mittig, irgendwas zwischen 5 und 7. Unser eigenes Haus zu kaufen war zwar ein riesiger Pluspunkt, aber irgendwie hinterlässt 2014 so ein bisschen einen schalen Geschmack. Ich kann nicht mal genau sagen wieso.

Was haben wir denn noch so gemacht 2014? Dude hatte Erstkommunion im April. Hier schon ein bisschen früher, da es in katholischen Schulen (ja, unser Kind geht in eine katholische Schule) immer in der zweiten Klasse gemacht wird und da Dude einer der Jüngsten ist, durfte er schon mit 7 Jahren ran.

Wir sind umgezogen. Waren zwischendurch für eine knappe Woche ohne feste Bleibe und hatten das große Glück bei einer Freundin unterzukommen.

Haben uns bereits ganz am Anfang von 2014 ein Wohnwägelchen am See angeschafft, was wir mit Sicherheit nicht gemacht hätten, wenn wir gewußt hätten, dass wir ein paar Monate später ein Haus kaufen würden. Das Leben eben. Immer voller unerwarteter Überraschungen!

Oh, und im März haben wir unsere kanadischen Adoptiveltern (Die Enkelkindlosen Eltern von Cerahs Freundin) in der Nähe von Toronto besucht und waren Tubing (youtube Video oder Bilder falls youtube von Deutschland aus nicht funktioniert).

Haben uns zum neuen Haus eine Kätzchen gegönnt.

Cerah war im Juli mit ihren Girl Guides in London. Von Kanada aus betrachtet ist das ein big deal wie es hier so schön heißt. Immerhin ist das in Europa und eine Überseereise.

Wir hatten viele Pfadfinder und Girl Guide Veranstaltungen, Übernachtungen, Campingtrips, was mich weniger, Cerah und Dude mehr betrifft.

Beide Kinder – Dude und Missy G – gehen mittlerweile einmal die Woche zum Irish Dance. Dude hatte seine erste Vorführung und liebt Irish Dance so sehr, dass er nicht mehr durch das Haus geht sondern tanzt.

Wir hatten das große Glück einige Freikarten durch meinen Arbeitgeber zu Eishockeyspielen zu bekommen – sowohl NHL als auch OHL, wobei das nicht so super war. Basketball war dabei, Walking with Dinosaurs und ein Komiker zu dem ich Cerah geschickt habe.

Also irgendwie ist immer was los, was auch erklären würde, wieso ich so wenig schreibe von dem mal abgesehen, dass mich die Muse schon länger nicht mehr geküsst hat.

Ach und ich und meine Freundin-Kollegin haben Gutscheine zu einem schicken Spa als Weihnachtsgeschenk von unseren Chefs bekommen. Das war auch echt schön, allerdings habe ich da zum ersten Mal bemerkt, dass es mir fast schon Panikattacken beschert, wenn ich etwas neues mache, was sonst nicht zu meinem Tagesablauf gehört. Arg viel besser ist das auch im Laufe des Jahres nicht geworden. Aber auch nicht schlimmer. Ja und das ist eigentlich das Jahr im Schnelldurchlauf.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Definitiv zugenommen. Allerdings habe ich auch nicht wirklich darauf geachtet, was ich esse und trinke. Sollte ich vielleicht mal wieder etwas mehr tuen, falls ich mir nicht eine neue Garderobe in einer größeren Größe anschaffen will. Und wer will das schon?

3. Haare länger oder kürzer?

Länger. Wurden schon seit einiger Zeit nicht mehr geschnitten. Und weißer. Mittlerweile so viel weiß, dass man es auch sieht, wenn ich meine Haare zum Pferdeschwanz zusammenbinde. Hat mich ein ältere Kollege netterweise darauf aufmerksam gemacht.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Weder noch. Aber nachtblind. Fahren bei Regen und Dunkelheit ist mittleweile eher ein Blindflug als kontrolliertes Fahren. Hüstel. Das Alter und so.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Weniger. So ein Hauskauf ist nicht ganz billig. Wobei im Endeffekt ist es dann eigentlich mehr, da keine Geld mehr für Miete verschwendet wird, sondern fürs Eigenheim.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Der gleiche. Oder fast. Theoretisch besser, weil ich seit November 2013 für den Herren im Büro arbeite, der das höchste Amt im ganzen Büro bekleidet. Und seine Nummer 2, für die ich schon von Anfang an gearbeitet habe. Leider nicht mit mehr Geld verbunden, aber trotzdem quasi eine Beförderung.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Haus gekauft. Teuerste Anschaffung überhaupt.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Gewonnen? Erfahrung? Ha, und Tickets zur Dinosaurier Show wie oben erwähnt.

9. Mehr bewegt oder weniger?

Weniger. Nach dem Umzug ist die Bushaltestelle fast direkt gegenüber von meiner Haustür. Ungemein praktisch, aber nicht hilfreich wenn der Weg zur Bushaltestelle und zurück mehr oder weniger die einzige geregelte sportliche Aktivität ist.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Für mich? Eine. Wo es mir so doof ging, dass ich zuhause blieb. Cerah ist dieses Winter mehr oder weniger dauererkältet, die Kinder waren bisher recht gesund. Leider habe ich seit einiger Zeit auch wieder mehr Kopfschmerzen und Migräne.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Die kranke Cerah. Das heißt nämlich für mich, dass ich mehr oder weniger halbherzig von zuhause arbeite, damit sie wenigstens nicht zur Schule laufen muss.

12. Der hirnrissigste Plan?

Hirnrissig? Nicht wirklich hirnrissig, aber doch ziemlich bedeutend: ein Haus zu kaufen.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Wirklich gefährlich? Auch nichts.

14. Die teuerste Anschaffung?

Ganz eindeutig: das Eigenheim. Ich glaube nicht, dass es etwas teureres gibt. Es sei denn ich leiste mir demnächst den Privatjet, den ich schon immer haben wollte. Nachdem ich im Lotto gewinne selbstverständlich.

15. Das leckerste Essen?

Wir haben neuerdings einen Crock Pot auch Slow Cooker genannt (Wikipedia sagt, dass das auf Deutsch ein Schongarer ist. Hab ich im Leben noch nie gehört). Und eigentlich alles was Cerah darin macht (ich bekenne mich dazu in der Küche absolut unbrauchbar zu sein), schmeckt super.

16. Das beeindruckendste Buch?

Muss ich kurz mal bei goodreads nachschauen, was ich denn dieses Jahr überhaupt gelesen habe. Hm, ist alles nur leichte Lektüre, nix wirklich beeindruckendes dabei. Die größte Überraschung war vermutlich für mich Roter Regen von Michael Moritz. War ein Geschenk Weihnachten 2013. Und da es ein Kaiserstuhlroman ist, kann ich damit natürlich viel anfangen. Ist immerhin Heimat und das Buch war überraschend gut geschrieben, spannend und unterhaltsam.

17. Der ergreifendste Film?

Ich hab so viele gesehen, dass ich das nicht sagen kann. Wir haben seit ein paar Monaten auch Netflix und somit noch mehr Fernsehen, aber hauptsächlich eigentlich Serien.

18. Die beste CD?

Tim Bendzko – Am seidenen Faden

Hat mir überraschend gut gefallen und habe ich auf dem Weg zur Arbeit und zurück rauf und runter gehört.

19. Das schönste Konzert?

Keins, da ich bei keinem war.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Mir Sorgen zu machen. Über alles und jeden. Definitiv eine meiner weniger positiven Eigenschaften und leider etwas, was mir sehr schwer fällt nicht zu tun. Sollte ich vermutlich zum Vorsatz machen für das neue Jahr: Worry less, live more. Einfacher gesagt als getan.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Der Familie.

22. Zum ersten Mal getan?

Tubing. Im riesigen Reifen den Hang runter. Macht noch viel mehr Spaß wenn man per Lift nach oben gezogen wird und nicht selber Bergsteigen muss.

23. Nach langer Zeit wieder getan?

Fällt mir nichts dazu ein.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Zwei Mal in einem Jahr umzuziehen. Einmal privat und dann Ende des Jahres noch im Büro.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Ich jemanden überzeugen? Nee, normalerweise ist es andersrum. Es wird versucht, mich zu überzeugen.

26. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Ha, das Deutschland Trikot mit 4 Sternen! Zu Weihnachten. Eine Kooperation von Cerah und meiner Mama!

27. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Your keys are ready to be picked up! Unser Anwalt am 6. August irgendwann morgens als wir bei IKEA waren, um die Zeit totzuschlagen bis wir ins neue Haus können. Und mit den Schlüsseln konnten wir das dann auch machen. Juhu!

28. Dein Wort des Jahres?

Weltmeister! Hab ich ja auch nur 24 Jahre drauf gewartet.

29. Dein Unwort des Jahres?

Pristine condition. (Makelloser Zustand) Das sind die Worte mit denen das Mietshaus in dem wir gewohnt haben seit nun fast 6 Monaten für potentielle Nachmieter angeboten wird. Das Haus ist alles andere als makellos, was auch der Grund dafür sein dürfte, dass es immer noch leer steht. Mir war nicht bewußt, wie sehr ich die Bude nicht leiden konnte, bis ich nicht mehr jeden Tag drin leben musste. Für den Anfang war es gut aber spätestens nach einem Jahr hatten wir die Nase voll davon.

30. Dein Lieblingsblog des Jahres?

Da muss ich schwer nachdenken. Ich habe zwar nach wie vor einen Feedreader, aber so wirklich Blogs verfolgen tue ich eigentlich nicht mehr. Es fehlt an Zeit und echtem Interesse.

31. Dein größter Wunsch fürs kommende Jahr?

Hm, mehr entspannen, weniger besorgt sein. Keine doofen Überraschungen, nur gute. Und man merkt, dass ich alt werde: Gesundheit und Gelassenheit. Immerhin werde ich in wenigen Wochen 35, da steht die Midlifecrisis quasi schon vor der Tür.

In diesem Sinne: Happy TwentyFifteen!

Frohe Weihnachten!

1510809_10152442685161825_667363030202207568_n Wir wünschen Euch allen frohe Weihnachten!

Bei uns ist es erst morgen früh soweit, aber wenigstens haben wir nun ein Haus mit Kamin durch den Santa Claus die Geschenke bringen kann.

Gestern haben wir dann auch zum ersten Mal ein Feuer im Kamin gemacht, damit sich das auch richtig nach Weihnachten anfühlt. Nach fast 5 Monaten ist der Kamin nun endlich auch eingeweiht.

Die Geschenke von Freunden und Familie liegen unter dem Baum und heute Nacht bringt Santa dann noch seinen Anteil.

Wir fühlen uns im neuen Haus nach wie vor sehr wohl – das alte Haus steh übrigens immer noch leer – und freuen uns auf unser erstes Weihnachten und Silvester hier.

So ein bisschen Schnee haben wir auch noch, aber der angekündigte Schneesturm ist zu Regen mutiert und so schmilzt der Schnee leise vor sich hin. Genießt die stille Zeit und bis nächstes Jahr!

Alles für den Hund

Weil ich es heute beim Skypen mit meiner Mama davon hatte…

Wir haben ja jetzt wieder ein Haustier und deshalb halten wir uns nun gelegentlich auch wieder in einer Tierhandlung auf. Nach zwei Jahren hier habe ich mich an die meisten Merkwürdigkeiten gewöhnt und es passiert nur noch selten, dass ich mich über etwas wundere. Da ich mich aber in diesen zwei Jahren eigentlich nie in einer Tierhandlung aufgehalten habe, fand ich die Abteilung mit der Hundekleidung doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Für Outdoor Bekleidung habe ich ja noch Verständnis. Bei – 30 Grad kann auch so ein Hundchen einen Mantel gebrauchen und Schuhe sowieso mit dem ganzen Salz und Chemiezeug auf der Straße. Das tut mit Sicherheit keiner Hundepfote gut. Aber ein Hochzeitskleid und ein Hochzeitsanzug. Für nen Hund? Das kann ich nicht so wirklich nachvollziehen.

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Das Sortiment im Überblick

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Outdoor Klamotten für das liebe Hündchen

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Hochzeitskleid für die elegante Hundedame – nebendran der Anzug für den Hundebräutigam

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Und weil bald Halloween ist, gibt es an der Kasse noch saisonale Hundekekse

 

Wo steckt das Kind?

Heute ist Thanksgiving Feiertag und wir lungern alle zuhause rum. Irgendwann heute Morgen fiel mir dann auf, dass ich das Tochterkind schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatte. Also frage ich Dude, wo denn seine Schwester sei. Seine Antwort: Sie spielt Minecraft oben in meinem Schrank. Ich nur so: Im Ernst? Das muss ich sehen. Ich gehe nach oben in Dudes Zimmer, mache den Schrank auf und sehe das:

Gigi im Schrank

Da saß sie tatsächlich im Schrank. Hinter der geschlossenen Tür mit dem iPad auf dem Schoß. Keine Ahnung, wofür das gut war, aber scheinbar hat es Spaß gemacht…

Play Date

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Dude, sein bester Freund und Gigi beim Minecraft spielen

Dude ist in der dritten Klasse und hat einen besten Freund. Den hat er schon seit dem ersten Schultag in der ersten Klasse. Die ersten beiden Jahren waren sie nur in der Parallelklasse aber dieses Jahr sind die beiden endlich in der gleichen Klasse.

Und was spielt man im Jahre 2014, wenn man fast 8 Jahre alt ist auf dem Schulhof in den Pausen? Genau… Minecraft. Wer das nicht kennt, es ist ein Videospiel, was prinzipiell ist wie Lego bauen nur halt am Bildschirm. Und weil das so super ist – Dude und Cerah spielen das zusammen auf der Xbox und Gigi neuerdings auf dem iPad – muss man das natürlich auch auf dem Schulhof nachspielen. Dumm nur, wenn man das Spiel selbst nicht kennt und nur immer davon hört.

Um dem Abhilfe zu schaffen, hat Dude seinen besten Freund letztes Wochenende zu uns nachhause eingeladen. Der allererste Freund, der jemals zum spielen vorbei kam. Dude war super aufgeregt und hat sich schon Tage vorher überlegt, wie er ihm denn am besten das Minecraft spielen beibringen könnte. Total süß.

Ich war an dem Wochenende alleine mit beiden Kindern, da Cerah mit ihren Pfadfinderinnen zum zelten war. Und ich war auch so ein kleines bisschen nervös. Nicht wegen dem Play Date sondern wegen den Eltern vom besten Freund. Nicht dass die nicht nett waren, der Vater hatte vorher angerufen, was ich leider verpasste, da ich gerade Gigi ins Bett brachte und eine Email geschickt. Mein Problem bei so Sachen sind eher die kulturellen Unterschiede. Wie ich auch, sind die Eltern vom besten Freund nicht von hier sondern Einwanderer aus – wir glauben – Indonesien. Nun weiß ich so gar nichts über Indonesien und obwohl wir alle hier in Kanada wohnen finde ich es manchmal schwierig nicht in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten, die da massenweise hier rumstehen. Das passiert mir schon oft genug mit den Kanadiern um mich rum (Mann, sind die in manchen Sachen vielleicht verklemmt) und Asiaten sind da nochmal was ganz anderes. Naja, auf jeden Fall war ich leicht nervös und kam mir etwas komisch vor, der Papa war dann auch sehr asiatisch und sehr nett und sehr von unserem Haus angetan. Ich hoffe, ich hab mich nicht zu sehr blamiert, aber Hauptsache den Kindern hat es Spaß gemacht und das hat es auf jeden Fall.

Beim nächsten Mal, darf dann sein anderer neuer bester Freundh vorbeikommen. Der ist aus Nigeria und nur für ein Jahr hier, das er bei Verwandten verbringt. An Multikulti mangelt es uns hier definitiv nicht. Ich finde das gut und bin sehr froh drum, dass Dude so die Chance bekommt auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Übrigens: Nur so aus Interesse hatten wir Dude vor langer Zeit schon mal gefragt, ob sein bester Freund denn anders aussehe als er. Er hat uns nur angeschaut als ob wir den Verstand verloren hätten und meinte: Nein, er sieht aus wie ich. Er hat nämlich auch schwarze Haare. Damit war das Thema für ihn gegesssen. Da sieht man mal, dass sowas wie Rassimus (und Homophobie) anerzogen ist und es von Natur aus kein Kind interessiert wie das andere aussieht.

 

Herzlich willkommen Fellbaby

Lily Ich hab nachgegeben.

Wir mussten ja Theo (Ex-Katze) und Mia (Ex-Hund) in Deutschland zurücklassen. Unsere Vermieter wollten keine Haustiere und wir wollten es unseren Tierchen nicht antun die Quarantäne und all den Zirkus mitmachen zu müssen.

Das ist jetzt zwei Jahre her. Wir haben keine Vermieter mehr und Cerah bearbeitet mich sowieso quasi seit zwei Jahren – kaum zu glauben, dass wir schon so lange in Kanada wohnen – dass sie wieder eine Katze will. Obwohl ich Katzen gerne mag, war ich da nicht so wirklich dafür zu begeistern. Ich hatte keine Lust auf Katzenklo, Haare überall, zerkaute Schuhe und ähnliche wunderbare Katzenbegleiterscheinungen. Also blieb ich hart.

Bis – aus welchem Grund auch immer – Dude mit einstimmte. Er hätte soooo gerne ein Katze. Das würde ihn soooo glücklich machen. Und er macht dann auch das Katzenklo sauber und füttert die Katze und spielt mit ihr und so weiter und so fort. Immerhin ist er mittlerweile fast 8 Jahre alt. Und ganz ehrlich… kann ich da wirklich nein sagen? Eben. Also habe ich nachgegeben.

Letzte Woche zog dann Lily bei uns ein. 10 Wochen alt, frisch sterilisiert und aus dem Tierheim. Beide Kinder sind im Himmel. Und es funktioniert tatsächlich. Ich muss nichts machen, Dude macht alles genau so, wie er es versprochen hat, was die Mama – nämlich mich – glücklich macht.

Alle sind zufrieden, dem Fellbaby geht es gut. Was will man mehr?

The best laid plans

Der 31. Juli war ein Donnerstag und unser letzter Tag im gemieteten Heim. Der Plan sah aus wie folgt: ich arbeite von Zuhause, packe nebenher mit Cerah den Rest vom Haus. Um 17 Uhr spätestens wollten wir fertig sein und uns auf den Weg zum Wohnwagen machen, wo wir die dann die nächsten 6 Tage wohnen wollten.

Die erste Störung im Plan war ‚arbeiten von zuhause‘. Denn leider war das tatsächlich Arbeit. Das ist das Problem, wenn man für Leute arbeitet, die 24 Stunden am Tag unter Strom stehen. Wenn ich dann meine 7.5 Stunden pro Tag arbeite, muss ich wirklich die ganzen 7.5 Stunden erreichbar sein. So viel zum Thema packen.

Die nächste Störung war dann, dass wir ungeplanterweise noch beim Anwalt vorbei mussten. Papierkram unterzeichnen. Das musste noch gemacht werden bevor wir dann am langen Wochenende am See unerreichbar waren. Okay, nicht wirklich unerreichbar aber halt zwei Stunden weit weg.

Und dann war es 15 Uhr und dann 16 Uhr und 17 Uhr und der Kram im Haus wurde einfach nicht weniger. Aber das Lager immer voller und voller und voller. Um kurz vor knapp habe ich dann noch eine weitere, etwas kleinere Lagereinheit angemietet. Eine Verzweiflungstat, denn irgendwie machte das auch keinen großen Unterschied mehr.

Spätestens um 18 Uhr war dann klar, dass das so nichts mehr werden kann. Wir brauchten Hilfe. Dringend.

Und so rief ich meine Kollegin/Freundin Tiffy an. Sie hatte vorher schon angeboten, dass sie und ihr Freund helfen würden beim Umzug. Sie meinte nur, kein Problem, wir kommen vorbei. Das bekommen wir schon geregelt. Zu unserem großen Glück hat ihr Freund schon mal als Umzugshelfer gearbeitet und hat somit Erfahrung mit Umzug und Lagerung und sonstigem.

Zu viert ging das dann schon wesentlich besser, auch wenn wir am Ende unserer Kräfte waren. Um kurz nach Mitternacht hatten wir dann endlich, endlich alles aus dem Haus raus und im Lager untergebracht. Fragt nicht wie, aber es war drinne.

Allerdings waren zu dem Zeitpunkt weder Cerah noch in der Lage noch knapp zwei Stunden zum Wohnwagen zu fahren. Und so folgten wir Tiff zurück zu ihrem Haus. Irgendwann um kurz nach 1 Uhr morgens waren wir dann da und haben uns zu viert im Gästezimmer einquartiert. Die Kinder waren zu dem Zeitpunkt bereits im Tiefschlafkoma – ein großes Lob hier mal an unsere beiden fantastischen Kinder, die den ganzen Tag die reinsten Engel waren und das Chaos und die Panik ganz, ganz wunderbar mitgemacht haben! Cerah und ich waren so fertig, dass wir – nachdem wir Kinder und das nötigste aus dem Auto geschafft hatten – die Autotür die ganze Nacht lang einfach offen ließen. Okay, das war ich.

Die nächsten paar Tage blieben wir dann wo wir waren. Das Wetter war nicht super und Tiffy hat nen Pool. Und ganz ehrlich, wir waren fertig wie die Schnitzel und hatten einfach nicht mehr die Energie für irgendwas anderes. Die Kinder waren zufrieden, den ein Pool ist immer ein schlagendes Argument.

Am 6. August endlich bekamen wir dann endlich, endlich die Schlüssel zu unserem Haus! Endlich, endlich!

Fortsetzung folgt…